2. Schritt: Die Marksituation einschätzen

Der Trend zu vermehrtem Fremdbezug ist seit längerem erkennbar und nimmt ständig zu. Ziel des Fremdbezugs ist es, benötigtes Material oder Dienstleistungen zum günstigsten Preis zu beschaffen, um aus den eigenen Ressourcen den größten Nutzen zu ziehen. Die Ursache liegt insbesondere an den Kosten. Zusätzliches Personal oder Produkte für evtl. außergewöhnlich große Nachfrage vorzuhalten (Flexibilitätspotential) belastet die Fixkosten. Ebenso verhält es sich wenn im Produktionsbereich sowie bei Testserien umgestellt werden muss. Darüber hinaus haben sich Konkurrenten zumeist schon auf ihre Kernkompetenzen ausgerichtet.

Dieser Druck zwingt dazu, sich ebenfalls zu spezialisieren. Als Folge davon verringert sich die Zahl der angebotenen Produkte. Ergänzend dazu werden Aufgaben, die nicht zu den Kernkompetenzen gehören ausgelagert (Outsourcing). Die daraus resultierenden schlanken Abläufe erlauben eine schnelle und individuelle Reaktion auf Marktänderungen. Auf die Neuentwicklung der Märkte haben die Unternehmen mit neuen Betriebsformen wie folgt reagiert:

ZeitalterMarktsituationBetriebsformen
Vorindustrielle Zeit


EinzelnachfrageHandwerksbetriebe
Industrie-Zeitalter

Massennachfrage
Einfache Produkte
Standardisierte Produkte
Langer Produktlebenszyklus
Fabrik
Heutige Zeit
Käufermarkt
Vielschichtige Produkte
Vielfältige Formen
Kurzer Produktlebenszyklus
Langfristige
Zusammenschlüsse
Zukunft
Vorherrschaft des Kunden
Langfristige Zusammenschlüsse
Netzwerke spezialisierter Unternehmen

Gründe für diese Entwicklung liegen im Bildungswesen, das in seiner Gesamtheit auf einem sehr hohen Niveau angekommen ist. Aus- und Weiterbildung weisen also einen sehr hohen Standard auf. In der Arbeitswelt wird dieser außergewöhnliche Wissensstandard durch die derzeit noch praktizierte Arbeitsteilung nur teilweise genutzt. Dadurch liegt Know-how brach, das in der Regel mit großem Aufwand erworben wurde.

Der zukunftsweisende Trend erfordert die Zusammenführung des in einem sozialen System verfügbaren Know-how. Unterstützt wird diese Notwendigkeit durch das natürlich vorgegebene Bedürfnis des Menschen, sich auszutauschen. Nur auf dieser Basis kann er sich wirkungsvoll einbringen und sich gleichzeitig persönlich weiterentwickeln. Wer diesem Bedürfnis zuwiderhandelt vergeht sich nicht nur an der Gesundheit der unter seiner Verantwortung arbeitenden Arbeitskräfte. Auch das eigene Bedürfnis bleibt ungestillt. Wichtigstes und effizientestes Werkzeug zur Realisierung der damit verbundenen Vorteile ist die moderne Informations-Technologie.

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